Das B-Team zu Gast in Schwedt

Heute Nachmittag waren wir zu Gast in Schwedt und haben Herrn Jürgen Polzehl, den Bürgermeister der Stadt getroffen. Auch der Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag Brandenburg, Herr Mike Bischoff, kam kurz dazu und wünschte uns eine interessante Stadttour. Mit Herrn Polzehl haben wir den Kirchturm der Kirche St. Katharinen bestiegen und viel Erfreuliches über die Entwicklung der Stadt Schwedt erfahren.

Trotz des Bevölkerungsrückgangs von 55.000 Einwohnern in den 1970er Jahren zu 35.000 Einwohnern heute ist die Stadt mit ihren Kulturstätten und Bürgerhäusern, ihrer Uferpromenade und dem Flussaue-Nationalpark ein Ort mit hoher Lebensqualität. Es gibt sogar einen Zuzug nach Schwedt, der kann aber leider die schwindende Bevölkerung nicht komplett auffangen, dennoch halten sich die Zahlen stabil. Anschließend konnten wir uns die Stadt noch von unten anschauen und fuhren mit dem Teammobil und Herrn Polzehl die wichtigen Punkte der Stadt ab und konnten uns somit nochmal genauer die Stationen der Stadtentwicklung näher bringen lassen. Die Stadt hat in ihrer Struktur zwar Fläche in der Innenstadt eingegrenzt, den Stadtkern dafür aber kompakt zusammengefasst. Es gibt ein großes Theater mit bis zu 800 Plätzen pro Bühne sowie Freilichttheater, eine Musik- und Kunstschule und ein Sport- und Aqua-Center. Auch viele polnische Bürger suchen die Nähe zu Schwedt und integrieren sich sehr gut in die städtische Gesellschaft. Große Motoren in der Region sind die Ölraffinerie und die Papierfabrik mit eingesamt ca. 2500 Arbeitsplätzen. Diese Industrieunternehmen tragen auch 10% zum Bruttoinlandsprodukt Brandenburgs bei. Einziger Dorn im Auge des Bürgermeisters: Die schlechte Verkehrsanbindung. In den 1990er Jahren gab es zahlreiche Übergriffe von Personen aus dem rechtsextremen Spektrum und auch heute gehören rassistisch motivierte Vorfälle noch immer zu einem Teil der Realität. Dank einer sehr guten Vernetzung zwischen den Vereinen und einer couragierten Zivilgesellschaft ist der Einsatz für Toleranz und Menschlichkeit ein wichtiger Bestandteil der Stadtkultur. Zudem lobte er die Zusammenarbeit mit der Landesregierung, besonders in Integrationsfragen mit dem Bündnis für Brandenburg/Tolerantes Brandenburg.