Das B-Team im Oderbruch.

In der Gedenkstätte Seelower Höhen bekamen wir heute morgen einen spannenden Einblick in die Kriegs- und Nachkriegszeit im Oderbruch.

Der vierte Tour Tag startete an der Gedenkstätte Seelower Höhen, die an die Kriegsgeschehnisse im Oderbruch erinnert. Ende Januar 1945 bildete eine Vorauskraft am westlichen Ufer der Oder bei Kiernitz einen Brückenkopf und ermöglichte es, der nachfolgenden Stoßarmee das natürliche Hindernis zu überwinden. Obwohl die deutschen Soldaten über mehrere Wochen erbittert Widerstand leisteten, rückten die sowjetischen Soldaten mit einer Überzahl von 1:100 immer weiter in Richtung Berlin. Anfang Mai erreichten diese schlussendlich die Hauptstadt und feierten den Sieg mit den Alliierten. Um die Gefallenen zu ehren, wurde eine Bronzestatue eines Soldaten der Roten Armee dort errichtet.
Der Krieg hinterließ im Oderbruch an vielen Stellen eine fast komplett zerstörte Landschaft und verminte Felder. Auch heute sind noch Spätfolgen des Krieges in der Region erkennbar.

Durch Frau Niebsch, Frau Dickhoff, Herrn Klein und Frau Nowack lernten wir das Netzwerk für Migration und Integration in Märkisch Oderland kennen. Sie berichteten von ihrem Engagement, der Vernetzungsarbeit, Problemen und Erfolgen ihrer Arbeit im Landkreis. Im Anschluss daran sahen wir einen Film im Vorführraum der Gedenkstätte, welcher von der Geschichte der Region im Kriegsgeschehen handelte. Danach gingen wir in Richtung des Kriegerdenkmals, Grabstätte und der Aussichtsplattform, wo uns Frau Niebsch die Geschichte der Gedenkstätte näher brachte.
Gerade nach unserem gestrigen Treffen mit Herrn Mosshammer und dem Besuch des Waldfriedhofs fügte sich der Besuch der Gedenkstätte gut in unseren Tour-Plan ein. Leider hatten wir bei unserem Besuch nicht genug Zeit, um uns noch die Ausstellung der Gedenkstätte anzusehen – die Gespräche waren jedoch sehr interessant. Frau Niebsch lud uns herzlich dazu ein, zu einem späteren Zeitpunkt wieder die Gedenkstätte zu besuchen.
Wir werden dieses Angebot gerne wahrnehmen!
Beim anschließenden Mittagessen im Kunstspeicher Friedersdorf konnten wir unsere Gespräche fortführen. Durch Zufall trafen wir dort den Bundestagsabgeordneten Hans-Georg von der Markwitz, der auch seine Wünsche für die nächsten 20 Jahre Tolerantes Brandenburg in unsere Wunschbox einwarf.