Erlebnispädagogische Abenteuerreise durch die Kleine Heide

Am Sonntag besuchte das B-Team den Ort Prenzlau. Dort erwartete uns der Jugendsozialarbeiter Holger Schubert sowie junge Familien aus Afghanistan und Syrien. Zusammen machten wir uns auf eine Abenteuerreise durch die „Kleine Heide“, einem sehr schönen Wald in der Uckermark. Voller Tatendrang brachen wir auf Richtung Wald, mussten jedoch feststellen, dass dieser „verschlossen“ war. Unsere erste Aufgabe bestand daher darin, den großen Schlossriegel in Form eines Baumstammes von einer Seite des Waldweges auf die andere Seite des Waldweges zu ziehen. Keine leichte Aufgabe. Doch mit vereinten Kräften gelang es uns, den Baumstamm zu bewegen. Der Weg war damit für uns frei.

Dann ging es weiter. Immer tiefer in den Wald hinein. Bis wir zu einem Tisch kamen, auf dem bereits einige Pflanzen aus dem Wald bereitlagen. Darunter unter anderem Blätter einer Esche, einer Eiche, aber auch Moos und ein leeres Schneckenhaus. Bevor wir weitergehen konnten, wurden uns erst die Pflanzennamen beigebracht. Die Kinder lernten die neuen Wörter wie „Moos“ oder „Schnecke“ sehr schnell auswendig. Anschließend sollten wir gemeinsam alle aufgetischten Pflanzen erneut im Wald suchen.

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Bei einem dritten Halt im Wald kam es in der Gruppe besonders auf unseren Gleichgewichtssinn an. Nacheinander mussten wir einen Kletterparkour überwinden. Wer runtergefallen ist, musste von vorne beginnen.

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Ein wenig höher hinaus ging es dann bei unserer vierten Station. Mehrere Meter über dem Boden mussten jeweils zwei Erwachsene zusammen mit zwei Kindern ein großes Seil/Band überwinden. Nervenkitzel pur.

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Nachdem wir alle Aufgaben erfolgreich bewältigt hatten, kamen wir zu einem kleinen Waldspielplatz. Doch entzündeten wir ein Feuer. Die Kinder suchten Stöcke im Wald, die anschließend angespitzt wurden. Jedes Kind bekam ein Stock und konnte am Lagerfeuer Hefeklöße oder Würstchen grillen. Sehr verdient, nach den hervorragenden Leistungen im Wald.

Auch der Bürgermeister der Stadt Prenzlau Herr Hendrik Sommer kam vorbei. Das B-Team informierte sich bei ihm über die Situation der Geflüchteten in der Stadt. Als ganz wichtig stellte sich heraus, das schnelles Verwaltungshandeln viele Probleme löst. Auch vorherige Gespräche sind essentiell. Als beispielsweise die Stadt angerufen wurde und die anrufende Person mitteilte, dass sie sich nachts auf einem Fahrradweg der Stadt verängstigt fühle, da das Licht bereits ab 22 Uhr ausgemacht wird, konnte innerhalb weniger Tage geklärt werden, dass das Licht fortan bis 24 Uhr an bleibt. Die Person war zufrieden. Ein weiterer Bürger der Stadt rief an, weil eine Bushaltestelle durch die Geflüchteten angeblich total verdreckt werde. Innerhalb 24 Stunden konnten zwei Mülleimer angebracht werden. Der Bürger war zufrieden. Dass dieses schnelle und unkomplizierte Verwaltungshandeln so wichtig ist, spiegelt sich auch in den Bürgerversammlungen wieder. Während bei der ersten Versammlung noch 600 Bürgerinnen und Bürger anwesend waren, so waren es bei einer zweiten Versammlung nur noch 250 und bei einer dritten 30. Für den Bürgermeister ein klares Zeichen, dass Probleme der Bürgerinnen und Bürger gelöst werden konnten und Ängste und Sorgen abgebaut wurden.

Ein rundum gelungener und sehr ereignisreicher Vormittag ging damit für das B-Team zu Ende. Besonders freuen wir uns, dass geplant wird, in Prenzlau auch zukünftig Events dieser Art durchzuführen, bei denen Kinder mit und ohne Fluchterfahrung gemeinsam Aufgaben bewältigen und den Wald erleben können.