Heimat

Ohne Grenzen – Without Borders ist das Motto des heutigen Termins. Das internationale Filmfestival „Film ohne Grenzen“ findet nun zum vierten Mal in der Kulturscheune Gut Eibenhof in Bad Saarow statt. Vom 15. – 18. September werden rund um das diesjährige Thema „Heimat“ verschiedenste Kurz- und Dokumentarfilme aus aller Welt präsentiert und anschließend mit Moderatoren diskutiert.

Zusammen mit dem Sozialdezernenten für Grundsicherung, Soziales und Integration für den Landkreis Oder/Spree, Herr Rolf Lindemann, und rund 80 Schülern und Schülerinnen aus Bad Saarow guckten wir die Dokumentation „Can´t be silent“, in der es vor allem um die Schicksale von geflüchteten Musikern in Deutschland ging, und um ihr Leben „zwischen den Stühlen“.

Denn die meisten von ihnen laufen Gefahr, abgeschoben zu werden. Sie thematisieren die unmenschlichen Lebensumstände in Flüchtlingsheimen, berichten von unkooperativen Behörden und wie sie durch den gemeinsamen Nenner Musik versuchen, Frust und Leid sowohl persönlich zu verarbeiten, als auch die Öffentlichkeit auf diese Zustände aufmerksam zu machen. Der Dokumentarfilm von Julia Oelkers ist äußerst empfehlenswert, die Thematik rund um das Leben der Geflüchteten wurde auf verständliche Weise aufgegriffen, ohne den Zuschauer zu überfordern.

Des Weiteren findet parallel zum Filmfestival ein siebentägiger Workshop mit Schülern, vorrangig Flüchtlingskindern statt. In Kooperation mit VISION KINO vertonen zwei Komponistinnen Stummfilme mit den Schülern. Zur Dialogförderung wird auch zu Gesprächsrunden mit prominenten Gästen eingeladen, unter anderem moderiert von Barbara Schöneberger.

Wir bedanken uns herzlich für die Einladung zum Filmfestival, die Filmvorführung hat uns sehr gefallen und gleichzeitig Lust auf mehr gemacht. Insbesondere der Workshop mit Geflüchteten ist in jeder Hinsicht zu unterstützen. Daher wünschen wir uns natürlich, dass Projekte solcher Art weiterhin stattfinden können. Integrationsprojekte wie diese stimmen uns zuversichtlich, dass mehr und mehr Geflüchtete Deutschland in absehbarer Zeit als Heimat bezeichnen können, trotz unzähliger Barrikaden.