Jetzt geht’s richtig los!

Tag drei unserer B-Team-Tour zu Flucht & Asyl ist angebrochen und auf uns wartete ein spannender Moment: Die erste Unterrichtsstunde. Gemeinsam mit einer achten und einer zehnten Klasse des Karl-Liebknecht-Gymnasiums in Frankfurt (Oder) starteten wir in unsere Schulbesuche und beschäftigten uns 90 Minuten mit den Themen Flucht und Asyl und sprayten „Humanity“ als gemeinsamen Wunsch der Schüler_innen an die Gesellschaft für den Fall ihrer eigenen Flucht.

Der Morgen startete für das B-Team um 7:30 Uhr mit einem fliegenden Frühstück im EuroCamp am Helenesee. Nach dem Verstauen des Gepäcks und einer kurzen Fahrt zur Schule ging es dann an den ersten Unterrichtsblock, den wir gemeinsam mit dem Team von Kumulus e.V. ausgearbeitet haben.

Nach einem kurzen einleitenden Spiel, mit dem wir zeigen wollen, wie es sich anfühlt einer Minderheit anzugehören, ging es in die Bearbeitung von Phrasen und Vorurteilen, die häufig im Zusammenhang mit Geflüchteten fallen. In Kleingruppen widmeten sich die Schüler_innen jeweils einer Phrase und diskutierten gemeinsam Argumente, die gegen bzw. für diese Phrase sprechen. In der anschließenden Auswertungsrunde, stellten sie sich ihre Diskussionsverläufe vor und erhielten noch weitere Argumente von ihren Mitschüler_innen. Auch wir konnten in diesem Kontext aufklären und einige Fakten zu den verschiedenen Vorurteilen nennen.

Nach einem kurzen Film wurden Worte gebrainstormed, die sich die Jugendlichen von einer Gesellschaft wünschen, in der sie ankommen könnten. Trotz passender Worte wie Toleranz und Akzeptanz fiel die Entscheidung schlussendlich auf den Begriff Menschlichkeit.

Bepackt mit dem Wissen der letzten rund 70 Minuten ging es auf den Schulhof, um das gefundene Wort in einem Graffiti zu verewigen. Während sich zwei Schüler_innen unter der Anleitung von Jan und Tim vom B-Team dem sprayen widmeten, erhielt der Rest der Jugendlichen Flyer und Bonbons der B-Team-Tour sowie die politikorange zum Themenschwerpunkt „Flucht und Migration“, puzzelten das Logo und führten angeregte Diskussionen über die im Voraus aufgegriffenen Phrasen. Zum Abschluss konnten sich alle Beteiligten auf der Graffiti-Plane taggen.

Auch wir waren mit dem Stundenkonzept insgesamt sehr zufrieden und werden in den nächsten Tagen noch einige Variationen ausprobieren, um es noch griffiger zu machen. Bis dahin gehts jetzt aber erstmal weiter ins Verbündungshaus FFORST, wo wir uns mit dem Integrations- und Qualifizierungsprojekt der VIADRINA Europauniversität Frankfurt zu Picknick und Austausch verabredet haben.