Spannendes Frühstück mit dem ehemaligen Bürgermeister von Schöneiche

Gemeinsames Frühstück und Gespräch mit und über das Schöneicher Bündnis für Demokratie und Toleranz und dem ehemaligen Bürgermeister Herrn Jüttner.

Das Bündnis gründete sich aufgrund von rechten Tendenzen im Ort in den 90er Jahren.
Der ehemalige Bürgermeister Herr Jüttner erhielt Morddrohungen aufgrund seiner Gegenarbeit zur Ausländerfeindlichkeit und gab nicht auf, die Rechten aus Schöneiche zu verdrängen. Das Schöneicher Bündnis für Demokratie und Toleranz hat es geschafft, ein breites gesellschaftliches Interesse an einem friedlichen und offenen Zusammenleben in Schöneiche zu schaffen. Beispiel: Als sich eine NPD-Ortsgruppe gründen wollte, sorgte man mit einer Telefonkette dafür dass die Neonazis in keinem Lokal im Ort einen Platz fanden oder dass viele Menschen zum Geflüchtetenheim kamen, um die Menschen dort vor dem angekündigten Angriff zu beschützen. Spannendes Gespräch!

Auch sehr aufregend war die Ausstellung über das Leben Alleinerziehender in der Kulturgiesserei, dem Sitz des Bündnisses. Es wird immer wieder darauf geachtet, dass Familien, Sozialschwachen und Jugendlichen Kultur geboten werden kann. Die Initiative hat dort auch eine Theaterbühne samt Technik errichtet, wo regelmäßig zu verträglichen Preisen Stücke aufgeführt werden. Wir finden es sehr wichtig, dass solche Kulturangebote auch in der Fläche des Landes erhalten bleiben! Als Willkommensinitiative findet einmal wöchentlich ein Café statt, um die Ortsgemeinschaft mit den Geflüchteten in Kontakt zu bringen.