Tag 12 – Oranienburg und Potsdam

Unsere Tour neigt sich langsam dem Ende zu. Die sechs Wecker waren erfolgreicher im wecken der B-Team-Band als Gestern. Aus unserer Herberge fuhren wir zu unserem vorletzten Workshop in der Georg-Mendheim-Schule (OSZ). Dort hatten wir, wie immer, die Möglichkeit mit Schüler_innen über Hate-Speech und Fake-News zureden. Unser Schulhofstand erfreute sich erstaunlich großer Beliebtheit.

Weil heute zumindest teilweise der Tag der kurzen Wege war, war auch unser nächster Termin in Oranienburg. Unser Stand lag direkt gegenüber des Bahnhofs und war recht gut besucht. Das einzige Problem im Vorfeld war die Parkplatzsuche in Oranienburg. Einen legalen Parkplatz zu finden war der absolute Horror und nahm über 15 Minuten in Anspruch.

Anschließend musste sich unser Team schweren Herzens in zwei kleine Teams aufteilen. Der Abschied wäre fast tränenreich geworden, hätten nicht beide Gruppen derartig unter Zeitdruck gestanden.

Die eine Hälfte fuhr den weiten Weg zur Record Release Party des KMA nach Potsdam, während die andere Hälfte mit Thomas-Gabriel Rüdiger ins Gespräch über Hate-Speech und Fake-News kommen durfte. Thomas-Gabriel Rüdiger ist M.A. Kriminologe am Institut für Polizeiwissenschaft und Experte für Hate-Speech und Extremismus in Games und Online. In einem informativem Gespräch wurde uns noch einmal klar, wie wenig sich mit dem Phänomen Hate-Speech und Fake-News befasst wird.

Auf rechtlich/juristischer Ebene ist noch vieles ungeklärt, weshalb wenig Kontrolle durch bspw. Gesetzeshüter stattfindet und einem jeden von uns werden viele Freiheiten, vielleicht zu viel Freiheiten, gelassen.

Ein erster Schritt zu einem tolerantem Miteinander und weniger Hate und Fake wäre, dass Kinder intensiver von Erwachsenen über die Gefahren des „World Wide Web“ aufgeklärt werden und wir gemeinsam ins Gespräch kommen!

Die Potsdamer hatten währenddessen die Möglichkeit mehrere Künstler der „Deine Stimme zählt!“ CD zuhören. Nebenbei hörten wir das Grußwort von Günter Baaske und kamen mit vielen verschiedenen Menschen ins Gespräch. Neben unseren Informationsmaterialien hatten wir auch die Möglichkeit viele der CDs für Vielfalt und Toleranz zu verteilen. Da wir nur zu dritt in Potsdam waren nahm der Würfelabbau einige Zeit in Anspruch. Nachdem wir das geschafft hatten konnten wir uns auf den zweistündigen Heimweg nach Templin begeben, wo der andere Teil des Teams auf uns wartete.

Die fünf Oranienburger hatten bereits Abendessen gekocht und für den allgemeinen Teamfrieden etwas übrig gelassen und sogar wieder aufgewärmt. Dafür waren wir wahnsinnig dankbar!