Tag 7 – Wildau, Königs Wusterhausen, Luckenwalde und Jüterbog

„Ihr Nazis! Was denkt ihr euch eigentlich? Haut endlich ab!“

Das bekamen wir auf unser letzten Station des 7. Tages B-Team-Tour auf dem Jüterboger Marktplatz von einem Mann mit zwei Kindern an der Hand zuhören. Während wir vor unserem 5x5x5 Meter großen Würfel standen, auf dem in riesigen Buchstaben „Hass ist keine Meinung“, „Gegen Hate-Speech und Fake-News“ und „Tolerantes Brandenburg“ steht, waren wir ein wenig fassungslos und wussten nicht wie wir reagieren sollten. Aber das blieb zum Glück eine absolute Ausnahme. Sonst zeigten sich die Jüterboger Bürger sehr interessiert und neugierig. Auch der Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD) und die Pfarrerin Mechthild Falk besuchten unseren Stand und nahmen an unserer Fotoaktion teil.

Der Tag begann jedoch bereits um 06:30 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück im Speisesaal unserer Jugendherberge. Danach fuhren wir die 30-minütige Strecke nach Wildau in die Ludwig Witthöft Oberschule um unsere Workshops zustarten. Dort angekommen wurden wir erstmal über den geplanten Probefeueralarm während unserer geplanten Workshops Zeit hingewiesen und anschließend in einen Speiseraum gebracht, in dem wir sofort begannen unsere Sachen aufzubauen.

Eine gewisse Routine ist mittlerweile bei der Vorbereitung und Durchführung der Workshops eingekehrt, aber langweilig wird es tatsächlich nie. Die Abwechslung kommt automatisch. Mal 90 Minuten Zeit, mal 45. Mal 7. Klässler,  mal 10. Klässler. Mal leise, mal laut. Die Liste ist unendlich lang fortzuführen. Dennoch; heute gab es mal wieder etwas ganz neues und besonderes: in unserem Workshops saßen 48 Schülerinnen und Schüler. Der Lautstärkepegel stellte uns erst einmal vor eine ziemlich große Herausforderung. Aber auch diese Herausforderung konnten wir meistern und beendeten unsern ersten Workshop ca. 30 Sekunden vor dem Einsetzen des Feueralarms. Der zweite Workshop lief, trotz über 50 Menschen in einem Raum sehr viel besser.

Anschließend fuhren wir nach Königs Wusterhausen, wo wir unseren Stand aufbauten und ein wenig durch die Gegend liefen und mit Bürger_innen ins Gespräch kamen. Dafür hatten wir leider nur eine Stunde Zeit, da unser nächster Termin mit der Landrätin Frau Wehlan in Luckenwalde auf uns wartete. Auf dem Weg dahin hatten wir allerdings ein kleines Problem mit dem B-Team-Mobil. Wir streiften mit einem der rechten Reifen einen Bürgersteig und hörten ein ziemlich gruseliges Geräusch. Gott sei Dank passierte uns und dem Auto nichts.

Unsere letzte Tagesstation war dann Jüterbog. Anschließend fuhren wir für eine Nacht zurück nach Hause.