Tag 8 – Potsdam

Nach einer Nacht im eigenen Bett trafen wir uns um 09.30 Uhr am Potsdamer Luisenplatz. Dort begannen wir zu erst mit einer Diskussion zum Thema „In welche Richtung soll welche Seite des Würfels zeigen?“ und anschließend dann auch mit dem Aufbau des Würfels und der Errichtung unseres Standes. Um 11.00 Uhr wurde das 10. Potsdamer Toleranzfest durch den Moderator Attila Weidemann eröffnet. Neben einem bunten Bühnenprogramm gab es ein Straßenfußballturnier sowie viele verschiedenen Stände mit den unterschiedlichsten Aktionen, wie Dosenwerfen, Torwand schießen, einem Toleranzbaum oder jonglieren, afrikanischem Essen und Informationen zu den verschiedensten Themen rund um das Thema Toleranz.

Wir hatten den Tag über die Möglichkeit fast 100 Fotos für unsere Fotoaktion zuschießen. Unter anderem besuchte auch der Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs unseren Stand und setzte sein Zeichen gegen Fake-News und Hate-Speech. Auch Bundestagsabgeordnete verschiedener Parteien schlossen sich bereitwillig unser Kampagne an.

In Potsdam passierte es uns dann das erste Mal, dass Menschen zu uns an den Stand kamen, direkt nach einem Foto fragten und Teilnehmer der Aktion werden werden wollten. Das gefiel dem gesamten Team sehr gut!

Nebenbei kamen wir mit sehr vielen Menschen ins Gespräch über unsere Tour und unsere Themen. Der Großteil der Besucher war sehr interessiert und aufgeschlossen gegenüber der B-Team-Tour. Einige Leute machten uns Komplimente und lobten unser Engagement. Das hat uns alle sehr gefreut. Zwar erwartet niemand von uns ein Dankeschön oder Lob, trotzdem ist es schön etwas Wertschätzung zu erfahren und mitzubekommen, dass es unser Engagement nicht als selbstverständlich wahrgenommen wird. Die vielen anwesenden Kinder freuten sich sehr über unsere Seifenblasen, Luftballons, Geduldsspielen und Gummibärchen und besuchten unseren Stand sehr regelmäßig.

Einige Leute lehnten unser Engagement jedoch ab, ohne sich überhaupt informiert über unsere Aktion zu haben. So erklärten sie uns zum Beispiel, dass unsere Aktion unnütz sei und wir uns lieber gegen Straftaten von Linksextremen in Potsdam einsetzten sollten.

Dennoch hatten wir einen wirklich schönen, bunten und unterhaltsamen Tag mit vielen Potsdamerinnen und Potsdamern.

Nach dem Abbau des Würfels mit vielen freiwilligen Helfer_innen konnten wir eine zweite Nacht in unseren eigenen Betten verbringen.