Zalando – Ein Unternehmen, das Toleranz lebt!

Donnerstag, der 15.09.2016. Die B-Team-Tour neigt sich dem Ende entgegen. Nur noch 2 Tage verbleiben. Doch auch so kurz vor dem Tourende erleben wir immer noch jeden Tag etwas ganz Neues. So war das B-Team am Donnerstag zum ersten Mal in einem Wirtschaftsunternehmen – bei dem Modeversandhändler Zalando. Der Grund des Besuches? Das Unternehmen Zalando beschäftigt seit dem 22. August vier geflüchtete Menschen in Vollzeit. Nichts Ungewöhnliches für das weltoffene Unternehmen, dass in Brandenburg in der Belegschaft bereits Mitarbeiter*innen aus über 30 Nationen hat und über das interne Programm „Zalando Vielfalt – Wir leben Toleranz“ ein tolerantes und offenes Miteinander untereinander fördert.

Zalando hat neben der Zentrale in Berlin 4 Logistikzentren in ganz Deutschland. Auch in Brandenburg gibt es in der Ortschaft Brieselang solch ein Logistikzentrun, von welchem Modeartikel in 15 verschiedene Länder der Welt geschickt werden. Um diesen Modeversand zu ermöglichen, beschäftigt Zalando in Brieselang über 1200 Mitarbeiter*innen.

Das B-Team wurde vor Ort ganz herzlich von dem Standortleiter Robert Fix begrüßt. Auch Ines Jesse, Staatssekretärin für Infrastruktur und Landesplanung sowie Oliver Kratzsch, Integrationsbeauftragter des Landkreises Havelland nahmen an dem Zalando-Termin teil. Gemeinsam bekamen wir nach einer kurzen Vorstellungsrunde eine halbstündige Führung durch den Standort. Wir lernten die einzelnen Arbeitsschritte kennen; von der Annahme und Registrierung der Ware, über deren Einlagerung bis hin zum Verpackungs- und Versandprozess.

Anschließend kamen wir bei lockerer Atmosphäre miteinander ins Gespräch. Der Integrationsmanager des Unternehmens, Herr Scholz, stellte uns das Projekt „Zalando Vielfalt“ vor. Grundlage von „Zalando Vielfalt“ sind mehrere Aktionen. So gab es beispielsweise einmal die Woche ein Nationalgericht aus dem Herkunftsland eines Mitarbeitenden. Dazu wurden Informationen über das jeweilige Land bereitgestellt. In der internen Standortzeitung werden Interviews mit Mitarbeiter*innen des Unternehmens veröffentlicht. Ziel ist, das Interesse an den anderen Kolleginnen und Kollegen zu wecken. Die Führungskräfte des Unternehmens werden in Schulungen und Trainingseinheiten zum Thema Rassismus sensibilisiert, um diesem sowohl präventiv als auch in akuten Problemfällen entgegentreten zu können. Das Projekt ist zeitlich nicht begrenzt, es soll stetig fortgeführt und auch noch ausgeweitet werden.

Seit dem 22.08.2016 beschäftigt Zalando vier geflüchtete Menschen in Vollzeit als reguläre Lagermitarbeiter. Sie alle haben einen geklärten Aufenthaltsstatus und eine Bleibeperspektive. Um eine Vorauswahl zu treffen, hat Zalando dabei sehr eng mit dem Jobcenter im Havelland zusammengearbeitet. Diese Zusammenarbeit wurde als sehr schnell, gut und effizient gelobt. Im Rahmen eines „Buddy-Projektes“ wurden jedem der vier neuen Mitarbeiter feste Ansprechpartner aus der Belegschaft zur Verfügung gestellt, die den „Neuen“ bei allen auftretenden Fragen und Problemen tatkräftig zur Seite stehen. Um evtl. vorhandene Sprachbarrieren abzubauen, werden zukünftig Deutschkurse durch Zalando angeboten. Sicherheits- und Arbeitsanweisungen wurden zudem auf arabisch übersetzt.

Der Standortleiter will die Belegschaft allerdings nicht in „geflüchtete Mitarbeiter“ und „die anderen Mitarbeiter“ unterteilen und das ist auch gut so; denn es gibt keinen Unterschied. So wird beispielsweise jede/r Mitarbeiter*in beim Einstieg (als Lagermitarbeiter*in) gleich entlohnt, egal ob fest angestellt oder Leih- bzw. Zeitarbeiter*in. Man braucht keine Qualifikationen um als Lagermitarbeiter*in bei Zalando zu arbeiten. Der Einstieg in das Arbeitsleben ist daher sehr niedrigschwellig. Perfekt für die Arbeitsmarktintegration vieler Geflüchteter. Zalando ist bestrebt noch weitere „Neue Brandenburger“ in Arbeit zu bringen. Sehr lobenswert!

 

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