Zeitzeugengespräch in Halbe

Heute haben wir uns auf den Weg nach Halbe gemacht.
Dort trafen wir am Kaiserbahnhof den Zeitzeugen Arnold Mosshammer vom Aktionsbündnis gegen das Heldengedenken und Naziaufmärsche. Dazu kam auch die Landtagsabgeordnete Sylvia Lehmann.

Der Bahnhof wird dank eines Investors aus Neuseeland restauriert und zu einem Café mit Ausstellung umgebaut. Zudem wurden in Halbe 2015 Stelen errichtet, um über die Halber Kesselschlacht zu informieren. Herr Mosshammer berichtete von seinen Erfahrungen im Krieg und erzählte sehr ergreifend wie er die Bombardierungen erlebte. Neben diesen sehr persönlichen Kriegserlebnissen haben wir auch über den Tag der Demokraten gesprochen.

Unsere Führung setzte sich dann am Waldfriedhof Halbe fort, wo wir das Ausmaß des Krieges auf einem Platz erkennen konnten. Mittlerweile sind 24 000 Gefallene auf diesem Friedhof begraben. Bis zum heutigen Tag werden noch Gebeine und Erkennungsmarken gefunden und nachträglich dort bestattet. 2006 konnte Herr Mosshammer mit dem “Aktionsbündnis gegen das Heldengedenken und Naziaufmärsche in Halbe“ und 8 000 Menschen zum Volkstrauertag ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. Seit diesem Zeitpunkt ist es den Rechtsextremisten auch nicht mehr erlaubt in der Nähe des Friedhofs zu marschieren, damit die Toten in Frieden ruhen können. Ein sehr bewegender Termin, der uns zum Nachdenken anregte.
Für uns ging es nach dieser eindrücklichen Erfahrung zur nächsten Station nach Storkow.

 

Arnold Mosshammer (links) und Sylvia Lehmann (rechts)
Schild am Eingang des Waldfriedhofes