Zwei Länder – eine Stadt. Das B-Team in Słubfurt.

Unsere nächste Tour-Station war Słubfurt in Frankfurt Oder. Hier sprachen wir mit Michael Kurtwelly über das Projekt und darüber, was Grenzen sind und wie sie in Słubfurt überwunden werden.

In Frankfurt/Oder besuchten wir mit Robin Kendon (Mobiles Beratungsteam Frankfurt Oder) Bad Słubfurt Zdrój. Der Name Słubfurt setzt sich aus Stadtnamen Slubice und Frankfurt zusammen und nimmt damit direkten Bezug auf die geografische Lage in der Grenzregion.
Slubfurt und der Verein dahinter wurden 1999 gegründet. 2009 bezog das Projekt einen Standort in ehemaligen Grenzgebäuden. Diese Gebäude wurden frei, nachdem die Grenzkontrollen eingestellt wurden.
Hinter dem Projekt steht die inhaltliche Auseinandersetzung mit Grenzen und wie sie überwunden werden können – was sie im Projekt stetig werden. Auch, wenn sich der Projektname auf die Grenzregion von Deutschland und Polen bezieht, wird der Freiraum des Projektes von weitaus mehr Menschen unterschiedlicher Herkünfte und Kulturen mit Leben ausgefüllt.

In dem Gebäude an der Oder, das dem Verein zur Zwischennutzung überlassen wurde, wird die ehemalige Sporthalle nicht nur für sportliche Aktivitäten genutzt – es finden Tausch- und Schenkmärkte und verschiedene Veranstaltungen statt. Es gibt Bastelangebote, einen Gemeinschaftsgarten, eine Fahrradwerkstatt mit Verleih und ehrenamtliche Unterstützung für Geflüchtete durch einen Rechtsanwalt.

Alle Interessierten, die zu den Terminen des Parlaments in den Standort kommen, sind automatisch Stadtverordnete von Słubfurt und haben damit das Recht auf Mitbestimmung.

Robin Kendon erzählte uns im Anschluss, wie er im Rahmen seiner Arbeit Vereine, Initiativen und Verbände wie Słubfurt z.B. durch Beratung unterstützt. Mehr dazu im Interview.