Schnitzeljagd durch Frankfurt/Oder

Nach unserem Besuch im Karl-Liebknecht-Gymnasium ging es zum Verbündungshaus „fforst“ in in der Fortstraße in Frankfurt/Oder, welches vor 10 Jahren ursprünglich als Begegnungsstätte für deutsche und polnische Jugendliche gegründet wurde. Das Verbündungshaus dient heute vor allem zum interkulturellen Austausch. Ehrenamtliche MitarbeiterInnen, welche meist selbst an der Viadrina studieren, bieten Geflüchteten Unterstützung bei der (Wieder-)Aufnahme ihres Studiums an.

Nach einem herzlichen Empfang durch VertreterInnen des „fforst“ konnten wir uns bei einem Picknick stärken. Jeder brachte eine Kleinigkeit zum Essen mit, sodass wir Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern wie beispielsweise Syrien probieren konnten. Zudem konnten wir die Gelegenheit nutzen, um mit Geflüchteten ins Gespräch zu kommen und interessante Geschichten zu erfahren. Mit einer offenen Haltung und ohne Berührungsängste – als würden wir uns schon ewig kennen. So hat Foad aus Syrien als Augenarzt in Damaskus gearbeitet. Nun nimmt er an der Viadrina an einem Sprachkurs teil, um nach bestandener Prüfung hier in Deutschland arbeiten zu können. Dennoch hat er den Wunsch nach Syrien zurück zu kehren, wenn der Krieg in Syrien beendet ist. Anders möchte es Mazan handhaben. Der orthopädische Chirurg aus Syrien nimmt ebenfalls an einem Sprachkurs an der Viadrina teil, um hier praktizieren zu können. Zum nächst möglichen Zeitpunkt will er in die Türkei reisen, um seine Familie, welche sich dorthin retten konnte, zu sich nach Deutschland zu holen. Gern möchte er danach gemeinsam mit ihnen hierbleiben.
Auch Ahmad fühlt sich in Brandenburg sehr wohl. Er hat das Glück, gemeinsam mit seinem Cousin in einer Wohnung nahe Frankfurt/Oder zu leben. Obwohl er bisher an noch keinem Sprachkurs teilnehmen konnte, sprach er sehr gut deutsch. Zwei mal in der Woche fährt er nach Berlin-Marzahn, um dort als Taekwondo Lehrer zu arbeiten. Er hat einen Meistertitel und nimmt an verschiedenen Wettkämpfen teil. Bereits in seiner Heimat hat er dieses Hobby ausgeführt und möchte es gern in Deutschland fortsetzen.
Nachdem wir Zeit für einen ersten Austausch hatten, ging es in 4er-Teams auf eine Schnitzeljagd durch die Stadt. Dabei hatten wir Gelegenheit, schöne Ecken der Stadt erkunden zu können. Zum Beispiel Teile der Viadrina-Universität, sowie die Stadtbrücke als Wahrzeichen von Frankfurt/Oder.

Als wir zurück in die Begegnungsstätte kamen, warteten bereits einige Initiativen und die Integrationsbeauftragte von Frankfurt/Oder. Was wir da erlebt haben, erfahrt ihr in unserem nächsten Blogbeitrag.