Tag 3 – Bad Freienwalde | Eberswalde

Nachdem wir gestern nach dem Lollapalooza todmüde in unsere Buckower Betten fielen, begann der heutige Tag nach einstimmiger Meinung des Teams viel zu früh. Trotz allgemeiner Müdigkeit fuhren wir pünktlich um 07.00 Uhr aus Buckow los. Dennoch erreichten wir unser erstes Ziel, das Bertholt-Brecht-Gymnasium in Bad Freienwalde im Märkisch Oderland, dank einer Umleitung, erst wenige Minuten vor Unterrichtsbeginn und somit auch nur wenige Minuten vor Beginn unseres ersten Workshops.

Während wir unseren ersten 45-minütigen Workshop in einer 10. Klasse starteten, baute unsere frisch aus Potsdam eingetroffene Verstärkung sowohl unseren Stand, als auch den Würfel auf dem Schulhof auf.

Unsere beiden „Premierenworkshops“ verliefen gut. Die Schülerinnen und Schüler konnten dabei auf ihre eigenen Erfahrungen mit den Themen Fake News und Hate Speech zurückgreifen.

Während der anschließenden Frühstückspause hatten wir noch die Möglichkeit mit jüngeren Kindern ins Gespräch zu kommen und ihnen ein wenig Input zu unseren Themen zu geben.

Nach einer Kaffeepause mit anschließender Teambesprechung fuhren wir zu einem kurzen Fototermin mit dem Minister für Bildung, Jugend und Sport Günter Baaske sowie dem Bürgermeister von Bad Freienwalde Ralf Lehmann in der Albert-Schweitzer-Schule.

Als wir nach einer halben Stunde Fahrt in Eberswalde ankamen, begannen wir auf dem Marktplatz mit dem Aufbau von Stand und Würfel. Tatsächlich fand unser Stand regen Anklang bei den Eberswalder Bürgern sowie bei mehreren Politikern, wie zum Beispiel Axel Vogel, Laura Schieritz und Thomas Dyhr. So hatten wir die Möglichkeit mehrere Statements der Politiker zum Thema Hate Speech aufzunehmen und ein paar Fotos für unsere Fotokampagne zuschießen.

Wir kamen mit vielen Leuten ins Gespräch und verbrachten einen schönen Nachmittag auf dem Marktplatz. Natürlich machten uns einige der Gespräche auch betroffen und berührten uns. So fragten uns zum Beispiel zwei zehnjährige, ob wir nicht auch einmal ihre Schule besuchen könnten. Auf die Frage nach dem Grund erzählten sie von dem großen Aufklärungsbedarf beim Thema Hate Speech in ihrer Klassenstufe. Ein anderer Standbesucher erzählte, dass auch er schon einmal Opfer von Fake News geworden sei. So habe jemand bei Facebook ein Fakeprofil mit seinem Namen erstellt und in seinem Namen andere bedroht. Daraufhin wurde unser Gast angezeigt. Er wiederum reagierte ebenfalls mit einer Anzeige wegen Verleumdung.

Unser aufregender dritter Tag endete nach dem langwierigen Einpackprozess unseres Würfels erschöpft, aber zufrieden wieder in unserer Buckower Jugendherberge.